+++ bitte klicken +++
 

 

Polysomnographie

Unter Polysomnographie versteht man in der neurologischen Praxis ein ambulantes Schlaflabor.

 
 

Aktuelles:

 

 

Zum April 2007 ist das ambulante Schlaflabor in der Praxis Dr. Feldheim seit zwei Jahren in Betrieb und es hat sich gezeigt, dass die diesbezügliche häusliche Diagnostik eine sehr genaue Trefferquote hat und sehr zuverlässige Ergebnisse liefert.

Seit einem halben Jahr verfügt die Praxis über zwei komplette ambulante Messplätze, so dass die zwischenzeitlich längeren Wartezeiten sich hiermit reduziert haben.

Einer dieser Ableitplätze verfügt über ein komplettes 20-Kanal-EEG mit cerebralem Mapping, so dass hier auch komplexe cerebrale Funktionen im Langzeitverlauf überprüft werden können.
 

Allgemeines: Da der Schlaf bekanntermaßen ca. 1/3 unseres Lebens umfasst und in dieser Zeit das Nervensystem zur Erholung kommt und auch wichtige Hormone sich bilden bzw. sich umstellen, ist eine exakte Diagnostik des Schlafs wichtig.
Bis vor einigen Jahren konnte dies nur in spezialisierten Schlaflaboratorien durchgeführt werden, wobei diese den Nachteil hatten, dass die Messung nicht zu Hause, also in völlig anderen Verhältnissen durchgeführt wurde und in einer Klinikatmosphäre absolviert wurde.
 
Untersuchung:

Die Praxis verfügt seit diesem Jahr über die Möglichkeit des ambulanten Schlaflabors/ ambulante Polysomnographie.

Hierbei wird der Patient je nach Erkrankung zwischen 30 und 50 Minuten verkabelt, wobei diese Verkabelung einerseits Elektrodenplatzierungen am Kopf im Sinne des Langzeit-EEG’s, jedoch auch im Nacken-, Kiefer- und Halsbereich, den Armen und den Beinen betrifft einschließlich Messungen des EKG’s, der Sauerstoffsättigung, der Atemfrequenz mit entsprechenden Elektroden im Thoraxbereich.

Diese Elektroden werden teilweise direkt auf die Haut geklebt bzw. über der Unterwäsche getragen, wobei das eigentliche Aufzeichungsgerät – ähnlich einer Langzeitblutdruckmessung oder eines Langzeit-EKG’s -- ca. 6 x 9 cm groß ist, so dass die gesamte Untersuchungsanordnung bequem unter der Kleidung getragen werden kann.

Für den Nachhauseweg ist lediglich eine Kopfbedeckung nötig, da sonst die Elektroden im Kopf-/Nackenbereich auffallen würden.
 

Funktionsweise:

Der Vorteil der ambulanten Aufzeichnung ist, dass der Patient mit dem Gerät in der häuslichen Umgebung seinen normalen Tagesablauf durchführen kann, einschließlich der nächtlichen Ableitung und in seinem Bett in der normalen Umgebung schläft und auch die entsprechenden „Schlafrituale“ in den Abend-/Nachtstunden durchführen kann.  

Hierbei zeichnet das Gerät u. a. die EEG-Aktivität mit den Schlafstadien, die Frage der Schlafeffizienz und –latenz, die Frage des plötzlichen Aufwachens auf und misst auch die Sauerstoffsättigung, die Herzfrequenz, den Blutdruck, den Muskeltonus, Frage des Schnarchens und auch rhythmische Beinbewegungen im Sinne einer PLM-Disorder oder eines Restless-Legs-Syndroms. 

Zusätzlich werden auch Daten über das Aufwachen und das Tempo des Wiedereinschlafens, die Lage (Rücken, Rechts-/Linkslage etc.) gewonnen sowie auch weitere vegetative Funktionen in der Nacht. 

Über das Langzeit-EEG gelingt es auch, zur Frage von Epilepsie, Schlafwandeln etc. Aussagen zu treffen oder eine weitere Abklärung bei plötzlichen Bewusstseinsstörungen wie den Synkopen zu treffen, um hier näher zu differenzieren, ob die eigentliche Ursache mehr im vegetativen Nervensystem/Herz-Kreislauf-Systems oder direkt im neurologischen/cerebralen System liegt. 

Das Untersuchungsgerät wird – je nach Fragestellung – zwischen 14 und 20 Stunden getragen, so dass im Normalfall am Morgen vor Beginn des nächsten Arbeitstages um ca. 8 Uhr das Gerät wieder abgenommen wird (Dauer 3 bis 5 Minuten), wobei dann eine komplexe Auswertung nötig ist, so dass die Besprechung und Mitteilung der Ergebnisse 1 bis 2 Wochen später durchgeführt wird.

Durch diese Polysomnographie können Erkrankungen wie nächtliches Schnarchen, zentrale oder obstruktive Schlafapnoesyndrome (Absinken der Sauerstoffsättigung), rhythmische Bewegungsstörungen wie das Restless-Legs-Syndrom oder die PLM-Disorder, Schlafmangelsyndrome, Verschiebung des Wach-Schlaf-Rhythmus, Schlafstörungen durch umgebungsbedingte Störungen etc. festgestellt werden, wobei der große Vorteil der häuslichen Anwendung auch eine beliebig mögliche Verlaufskontrolle unter der Therapie ist.
 

Information:

Die bisher von den stationären Schlaflabors bekannte monatelange Vorlaufzeit ist ambulant nicht gegeben, auch wenn in der Regel mit einer Ausbuchungsfrequenz des Untersuchungsgerätes von 4, teilweise auch 6 Wochen, zu rechnen ist.

Diese Untersuchung ist gemäß den aktuellen Kriterien eine Regelleistung, die von den privaten Krankenkassen erstattet wird.

Bei den gesetzlichen Krankenkassen wie der AOK, der Ersatz- und Betriebskrankenkassen handelt es sich derzeit um keine Kassenleistung, wobei hier möglicherweise in der mittleren Zukunft entsprechend geänderte Erstattungs- und Abrechnungsmöglichkeiten bestehen könnten.