Vegetatives Nervensystem

Das vegetative oder autonome Nervensystem ist für die Funktion des Körpers unerlässlich. Neben den bewussten Steuerungen des Nervensystems (gezielter Impuls des Gehirns „ich greife jetzt mit meiner Hand etwas“) sind wir darauf angewiesen, dass unser vegetatives Nervensystem die Funktionen des Körpers steuert.
 

Körperfunktionen:

Dies betrifft u. a. die vegetativen Funktionen wie Herzschlag, Pulsbeschleunigung oder Verlangsamung, Blutdruckregulation, Magen-Darm-Tätigkeit, Temperaturhaushalt, Schwitzen, vegetative affektive Funktionen wie Glücksgefühl, Trauer, Entspannung, Stimmung einschließlich der Schlafsteuerung und der sexuellen Funktionen einschließlich Lustgefühl und Orgasmus. Auch die Konzentrations- und Gedächtnisleistung mit Lernfähigkeit ist hiervon abhängig.
 

Symptome:

Sehr häufig sind Ursachen von Funktionsstörungen Störungen des vegetativen Nervensystems, die sich aus der oben dargelegten Breite ergeben, wobei diese Funktionsstörungen in der Regel unbewusst ablaufen und der betroffene Patient nur das Ergebnis dieser Funktionsstörung, z. B. starkes nächtliches Schwitzen und Schlafstörungen oder Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen, Stimmungsschwankungen, innere Unruhe, Magen- und Darmfunktionsstörungen etc. spürt.
 

Behandlung:

Das vegetative Nervensystem kann sowohl bei körperlichen Erkrankungen wie Entzündungen, Krebs, Blutungen reagieren sowie auch in rein psychischen Situationen wie z. B. Schlafstörungen oder Stressbelastung.

Da es sich hierbei um reine Störungen des Nervensystems handelt, ist eine gezielte neurologische Diagnostik nötig, auch um zu trennen bzw. zu differenzieren, ob es sich um eine rein körperliche oder auch eine seelische psychische Mitreaktion handelt oder ggf. um eine Kombination.

Hieraus ergeben sich zentrale Bedeutungen für die Therapie, die dann häufig interdisziplinär, auch in Verbindung mit Internisten, Gynäkologen, Orthopäden, Endokrinologen (Hormonspezialisten), Rheumatologen, Schmerztherapeuten und auch Psychiatern/Psychotherapeuten und Psychologen nötig ist.

Voraussetzung für diese Therapie ist jedoch die vorausgehende exakte Diagnose.